Auswandern nach Kroatien
Kroatien ist ein weniger
stark aufgesuchtes Land zum Auswandern. Das
Land liegt in Osteuropa östlich der Adria. Nachbarländer sind
Slowenien, Ungarn, Serbien und Bosnien-Herzegowina. Kroatien hat etwa
4,5 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt mit zirka einer Millionen
Einwohnern ist Zagreb. Zagreb ist wirtschaftliches und akademisches
Zentrum des Landes. Neben neunzig Prozent Kroaten leben
hauptsächlich Serben, Bosniaken, Italiener, Albaner und Slowenen
in Kroatien. Die Amtssprache ist kroatisch. Es bestehen große
Ähnlichkeiten zu den serbischen und bosnischen Sprachen, so dass
eine Kommunikation zwischen den Nationalitäten in der Regel keine
Probleme darstellt.
Kroatien ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Besonders attraktiv
sind die Strände entlang der langen Küste, die Nationalpark
und die Städte Split, Rijeka, Zagreb und Dubrovnik. Das Land wird
jährlich von über 10 Millionen Besuchern heimgesucht.
Aufgrund der großen Anzahl an Kroaten (ca. 236.000), die in
Deutschland leben, sind die Beziehungen zwischen Deutschland und
Kroatien gut. Dies wird verstärkt durch die Tatsache, dass viele
Kroaten deutsch sprechen. Nach Österreich nimmt Deutschland den
zweiten Platz als Handelspartner zu Kroatien ein. Große
Unternehmen in Deutschland wie BASF, Krupp, Bayer und Daimler Chrysler
tätigten Investitionen im Land. Außerdem besteht ein
deutsch-kroatisches Kulturabkommen welches als Hauptziel den
akademischen Hochschulaustausch hat.
Im Jahr 2004 zeigte Kroatien ein Wachstum von 4,3
Prozent. Die Arbeitslosenrate ist mit 18 Prozent sehr hoch, tendenziell
jedoch abnehmend. Probleme hat das Land mit der mangelnden
Sozialversicherung, fehlender Rechtssicherheit und
Rückständen in der Produktivität. Bergbau,
Energieversorgung und die verarbeitende Industrie tragen mit 28 Prozent
zum BIP bei. Dienstleistungen erwirtschaften zurzeit nur 15 Prozent.
Der Tourismussektor macht immerhin ein fünftel des
Bruttoinlandsproduktes aus.
Der Einkommensteuersatz beginnt bei 15 Prozent. Der Spitzensteuersatz
liegt bei 35 Prozent.
Die Schulpflicht beträgt in Kroatien 8 Jahre. Universitäten
gibt es in Zadar, Split, Osijek, Rijeka und Zagreb. Es existieren gute
wissenschaftliche Kontakte in vielen Bereichen jedoch ist die Bezahlung
in den westeuropäischen Ländern noch deutlich besser, so dass
viele Akademiker auswandern.
Um als deutscher Staatsbürger nach Kroatien einreisen zu
können, brauchen sie lediglich einen gültigen Personalausweis
oder Reisepass. Auf diese Weise sind Aufenthalte bis zu 90 Tagen
möglich. Bei längeren Aufenthalten muss ein Visum beantragt
werden. Dies gilt ebenfalls für Arbeitsaufenthalte oder dauerhafte
Aufenthalte.
In Ostlawonien und Westlawonien besteht auch heute noch eine Gefahr
durch Landminen. In diesen Gebieten wird davor gewarnt die
Straßen und Wege zu verlassen. Die Minen wurden häufig
direkt neben den Straßen gelegt.
Deutsche Botschaft in Kroatien
Hans Jochen Peters
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