Auswandern
in die Türkei
Die Türkei ist nicht das typische Land zum
Auswandern. Dennoch gibt es gute Gründe sein
Leben in diesem südlichen Land zu
verbringen. Die Türkei erstreckt sich über
zwei Kontinente: Europa und Asien. Nur vier
Prozent der Fläche liegen in Europa, der
restliche Teil gehört zu Asien. Mit etwa 70
Millionen Einwohnern ist die Türkei
Bevölkerungszahl der Türkei fast so hoch wie
die Deutschlands.
Die Landesgrenze der Türkei ist insgesamt
fast 10.000 Kilometer lang. Über 70 Prozent
dieser Grenze liegt am Meer. Das
Mittelmeerklima zeichnet sich durch trockene
und heiße Sommer und milde, feuchte Winter
aus. Die mittlere Jahrestemperatur liegt
variiert zwischen 10 und 30 Grad.
Die Hauptstadt des Landes Ankara ist ein
wichtiges Wirtschaftszentrum. Mit 3,2
Millionen Einwohnern leben hier etwa so
viele Menschen wie in Berlin. Die größte
Stadt der Türkei ist Istanbul. Sie ist
sowohl kulturelles als auch wirtschaftliches
Zentrum und mit knapp 9 Millionen Einwohner
wesentlich größer als die Hauptstadt. Den
Platz der drittgrößten Stadt nimmt Izmir mit
2,7 Millionen Menschen ein. Sie ist heute
ein wichtiger Standort für Textil- und
Automobilindustrie.
Über neunzig Prozent der Bevölkerung der
Türkei sprechen Türkisch. Türkisch ist
gleichzeitig Amtssprache. 16 bis 17 Prozent
sprechen Kurmandschi, eine kurdische
Sprache, die auch in Syrien, Irak, Iran und
im Libanon gesprochen wird. In vielen
Touristenorten wie z.B. Alanya sprechen
viele Menschen auch deutsch. Die türkische
Bevölkerung hat sich den Touristenströmen
aus Deutschland in dieser Hinsicht
angepasst.
Die Währung in der Türkei sind Neue
Türkische Lira. Ein Euro sind umgerechnet
etwa 1,8 Türkische Lira. Das Preisniveau der
Türkei ist im Vergleich zu Deutschland
deutlich niedriger. In Touristenorten haben
die Einheimischen allerdings erkannt, dass
ausländische Besucher in der Regel sehr
zahlungskräftig sind. Die Wirtschaftspolitik
des Landes ist seit dem Beginn der
EU-Beitrittsverhandlungen liberaler
geworden. In den 80er und 90er Jahren lag
das Wirtschaftswachstum bei durchschnittlich
5 Prozent. Dies reichte bis jetzt immer noch
nicht aus, um das Pro-Kopf-Einkommen
gegenüber den EU-Staaten wesentlich
anzugleichen.
Die Landwirtschaft macht auch heute noch
einen großen Teil der Beschäftigung im Land
aus. 40 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten
in diesem Sektor und tragen damit 12 Prozent
zum Bruttoinlandsprodukt bei. Im Westen des
Landes trägt die Industrie (Textil, Chemie,
Elektronik) mit 30 Prozent zum BIP bei.
Als deutscher Staatsbürger kann man mit
einem Reisepass oder Personalausweis in die
Türkei einreisen. Auf diese Weise kann man
sich bis zu 90 Tagen ohne Visum im Land
aufhalten. Wenn der Aufenthalt für länger
als 90 Tage geplant ist, muss vorher ein
Visum bei der türkischen Botschaft eingeholt
werden. Ist der Aufenthalt noch länger
geplant, muss dies bei der örtlichen Polizei
gemeldet werden. Dort kann auch die
Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.
Hierfür müssen aussagekräftige Gründe
vorgelegt werden und ein Nachweis über
ausreichend finanzielle Mittel vorgelegt
werden.
Die Einkommensteuer wird wie in Deutschland
mittels eines progressiven Steuersatzes
veranlagt. Dieser Steuersatz liegt je nach
Einkommen zwischen 15 und 35 Prozent.
In der Vergangenheit kam es zu
Sprengstoffanschlägen in verschiedenen
Städten der Türkei. Im August 2006 waren die
touristischen Zentren Marmaris, Antalya und
Istanbul betroffen. Reisende werden dazu
aufgerufen besonders vorsichtig zu sein.
Deutsche Botschaft in der Türkei
Dr. Eckart Cuntz
114 Atatürk Bulvari
06540 Kavaklidere-Ankara
Telefon: (0090 312) 455 51 00
Telefax: (0090 312) 426 69 59
Email:
infomail@germanembassyank.com
http://www.ankara.diplo.de/
Botschaft der Republik Türkei
Herr Mehmet Ali Irtemcelik
Rungestraße 9
10179 Berlin
Telefon: 030-2 75 85 0
Telefax: 030-27 59 09 15
Email:
turk.em.berlin@t-online.de
http://www.tuerkischebotschaft.de/
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